Roger Zelazny – Der Clan der Magier (A Night in the Lonesome October)

Titel: Der Clan der Magier (A Night in the Lonesome October)

Autor: Roger Zelazny

Genre: Fantasy, Humor

Jahr: 1993

Durchschnittliche Lesedauer: 10 Stunden

Kurz und Knapp: Fantasyabenteuer über die bekanntesten Monster erzählt von ihren Haustieren im Stile von Dianne Wynn Jones mit leichten Horroreinflüssen

Wertung: 4 / 5

 

Beschreibung:

Wenn in der Halloween-Nacht der Vollmond scheint, versammeln sich machtvolle Wesen zu einem magischen Ritual, in dem die alten Götter heraufbeschworen werden sollen. Wachhund Snuff ist der treueste Gefährte des Magiers Jack und hütet dessen Sammlung gefangener Dämonen. Beide sind in das große Spiel verwickelt — ein gewaltiges Kräftemessen zwischen jenen, die das Tor zu einer anderen Welt aufstoßen wollen und denen, die sich ihnen in den Weg stellen.

 

Snuffs beste Freundin wiederum ist die Katze Graymalk, mit der er oft lange Spaziergänge unternimmt. Auf ihren gemeinsamen Streifzügen entdecken sie, dass sich eine Reihe merkwürdiger Neuankömmlinge in der Umgebung ihres kleinen Dorfes niedergelassen haben: Ein Graf mit einer sonderbaren Vorliebe für alte Kirchen; ein Doktor, der im Keller seines Hauses zweifelhafte Experimente durchführt und ein Detektiv, der die Gabe besitzt, stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufzutauchen. Noch weiß Snuff nicht, ob die Fremden ebenfalls Teil des großen Spieles sind und auf welcher Seite sie stehen. Als im Dorf jedoch ein Polizeibeamter auf geheimnisvolle Weise ums Leben kommt, hat das Ringen der Mächte bereits begonnen.

 

Review (könnte leichte Spoiler enthalten):

Gleich vorweg: ich habe bisher nicht viel von Zelazny gelesen. Vor Urzeiten das erste “Amber”-Buch, aber ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr so recht daran erinnern. Gerade frisch habe ich allerdings “Der Clan der Magier” gelesen, was ein ziemlich beknackter Titel mit einem noch bescheuerterem Cover für die deutsche Ausgabe ist. Während der englische Originaltitel ein Zitat aus Edgar Allan Poes „Ulalume“ ist, hat man hier in die Herr der Ringe-Generika-Kiste gegriffen.

Das Titelbild sieht auch eher aus wie Kung Fu Panda erzählt die Geschichte wie er den bösen Kalifen besiegt hat. “Buch handelt von Magie und sprechenden Tieren, hast du da irgendein Bild übrig?”

 

ABER man soll ja ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen (*hust* Das Cover der englischen Neuauflage ist viel besser *hust*). Was zwischen den Buchdeckeln steht ist wirklich sehr unterhaltsam. Der Ich-Erzähler Snuff ist der Wachhund (oder etwas anderes…?) von Jack The Ripper, der mit ihm am ominösen SPIEL teilnimmt, von dem man nicht genau weiß, was es beinhaltet. Dieses Mysterium ist der Hauptspannungsträger dieses Romans. Hauptsächlich lebt der Roman von seinem sympathischen Erzähler, der es schafft eine figur wie Jack The Ripper als nette Person darzustellen und dem Raten, welche “fiktive historische” Figur wohl als nächstes auftritt und am Spiel teilnimmt.

Ich kenne den Stil von Zelazny leider nicht, aber in diesem Werk kommt er mit kurzen Sätzen aus, die sehr präzise auf ihr Ziel abzielen. Das Buch wirkt für den größten Teil wie eine Young Adult Novel klassischen Stil wie Dianne Wynn Jones sie auch geschrieben hätte, wobei es auch einige wenige Szenen gibt, die man dem Gruselgenre zuschreiben könnte.

 

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der Spaß an den Geschichten von Sherloch Holmes und Cthulu hat, sowie allen, die eine leichtfüssige Fantasy Geschichte im viktorianischen England lesen möchten, die leider zu schnell vorbei ist.

 

I received this book in exchange for an honest review via NetGalley.

________

English Version:

 

Title: A Night in the Lonesome October

Author: Roger Zelazny

Genre: Fantasy, Humor

Year: 1993

Average reading time: 10 hours

In short: Fantasy adventure about the most famous monsters told through their pets in the style of Dianne Wynn Jones with slight horror influences

Rating: 4 / 5

 

Description

All is not what it seems . . .

In the murky London gloom, a knife-wielding gentleman named Jack prowls the midnight streets with his faithful watchdog Snuff – gathering together the grisly ingredients they will need for an upcoming ancient and unearthly rite. For soon after the death of the moon, black magic will summon the Elder Gods back into the world. And all manner of Players, both human and undead, are preparing to participate.

Some have come to open the gates. Some have come to slam them shut.

And now the dread night approaches – so let the Game begin.

 

Review (may contain light spoilers):

First of all, I have not read much of Zelazny so far. In ancient times I read the first „Amber“ book but I honestly can not remember much about it. Just recently, however, I read „Der Clan der Magier“, which is a pretty stupid title with an even worde cover for the German edition. While the English original title is a quote from Edgar Allan Poe’s „Ulalume“, the German title is from deep within the Lord of the Rings generica box.

The cover picture also looks more like Kung Fu Panda tells the story of how he defeated the evil caliph. „Book is about magic and talking animals, do you have any picture left?“

 

BUT one should not judge a book by its cover (* cough * The cover of the English reprint is much better * cough *). What is between the book covers is really very entertaining. The narrator Snuff is the watchdog (or maybe something else …?) of Jack The Ripper, who takes part in the ominous GAME, which we do not know exactly what it is. This mystery is the principal source of suspence of this novel. Mainly, the novel lives by his sympathetic narrator, who manages to portray a figure like Jack The Ripper as a nice person and the guessing which „fictional historical“ figure is likely to occur next and participate in the GAME.

I do not know the style of Zelazny unfortunately, but in this work he comes out with short sentences that are very precise to their goal. The book works for the most part like a Young Adult Novel of the classical style like Dianne Wynn Jones had written them, although there are also a few scenes that could be attributed to the horror genre (nothing too explicit but still…).

 

I would recommend the book to anyone who enjoys the stories of Sherlock Holmes and Cthulu, as well as anyone who wants to read a light-hearted fantasy story in Victorian England, which unfortunately is over way too soon

 

I received this book in exchange for an honest review via NetGalley..

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *